Le Corbusier, der Künstler

«Der Schlüssel zu meiner Architektur»

Als Archi­tekt ein Bahn­bre­cher der Moderne, als Urba­nist und Autor ein Garant für Furore, als Gestal­ter Schöp­fer zeit­lo­ser Fau­teuils: Le Corbusier – 1887 als Charles-Edouard Jean­ne­ret-Gris im schwei­ze­ri­schen La Chaux-de-Fonds zur Welt gekom­men – ist ein Berserker an Schaffenskraft, sagenhaft produktiv, unerhört kreativ, bereits zu Lebzeiten vergöttert wie verteufelt.

Kraft und Inspi­ra­tion für diese Tour de Force schöpft er in sei­ner Kunst. Sie ist «der Schlüs­sel zu mei­ner Architektur», wie er mehr­fach betont. An die 500 Ölge­mälde – etliche davon erzielen unterdessen Millionenpreise –, Tau­sende von Zeich­nun­gen und Collagen, Hun­derte Gra­phi­ken und zig Tapis­se­rien, Skulp­tu­ren sowie Emaille-Arbei­ten legen davon Zeug­nis ab. Hier entwickelt er sein Formenarsenal, das er dann als Architekt verwendet, hier forscht er nach der Balance von Proportionen.

Mit Druckgraphiken beschäftigt sich Le Corbusier zwischen 1916 – also noch vor seinen ersten puristischen Gemälden – und 1965 immer wieder, wobei er all seine zentralen Themen aufgreift, ob nun die Stillleben, die «objets à réaction poétique» oder jene «fünf Punkte einer neuen Architektur», die in den 20er-Jahren seinen Ruhm begründen. An die 200 Blätter umfasst sein Graphisches Werk schliesslich, der grösste Teil handsigniert, gedruckt von den Meistern seiner Zeit.

Le Corbusier geht mit viel Sorgfalt an diese Blätter heran. In seinem Sendungsbewusstsein sind sie für ihn stets auch ein Mittel der Kommunikation. Dem Lithographen Fernand Mourlot etwa schreibt er 1963, Graphiken seien «à disposition des gens intelligents . . . . . et pauvres (!) qui seraient ravis de payer très bon marché un mural de papier à punaiser sur leurs murs».

(Abb.: LC vor seinem Gemälde «Figure devant une porte blanche», 1937, in der Ausstellung «Le Corbusier – Œuvre Plastique» des Kunsthauses Zürich im Januar 1938; Quelle: Weltwoche vom 21.1.1938)

Unser Angebot

Es war Le Corbusiers künstlerisches Œuvre, das vor zwölf Jahren den Grundstein von Placart legte. Unterdessen ist die Galerie in der Lage, die weltweit grösste Auswahl an LCs Lithographien, Radierungen und Kupferstichen anzubieten – eine Auswahl, die in Zürich vor Ort oder auf art-LC.com zu entdecken ist. Unikate – Zeichnungen wie auch ein Ölgemälde – sowie eine Tapisserie haben wir ebenfalls schon veräussern dürfen. Eine kleine Auswahl an Unikaten ist auch gegenwärtig bei uns zu finden.

Fachleute wie Sammler schätzen darüberhinaus den Katalog «Bauen auf Kunst – Le Corbusiers Druckgraphiken aus fünf Jahrzehnten», den die Galerie anlässlich ihrer gleichnamigen Ausstellung im Architekturforum Zürich verfasst und herausgegeben hat – insbesondere aufgrund der Ausführungen von Galerist Tomas Rabara über LCs gesamtes Graphisches Werk sowie aufgrund der Angaben über die teils mehrfach und auch posthum aufgelegten Editionen. (Abb.: Screenshot art-LC.com)

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