Ab Montag, 22. Juli, bis und mit Montag, 29. Juli, bleibt die Galerie geschlossen – bin aber auf +41 79 639 01 39 oder via info@placart.ch ziemlich gut erreichbar.

×
search

St. Moritz, Engadin – Wintersport

search

Urheber Hugo Laubi
Druckjahr 1926
Blattgrösse (cm) 125×87.5
Drucktechnik Lithographie
Druckerei Gebr. Fretz
Zustand B+
Angebotspreis auf Anfrage
Kategorien Graubünden, Schweiz, Sport, Tierisches, Wintermotive

Hugo Laubis galoppierende, vor Kraft strotzende Rennpferde, im Hintergrund kontrastreich die verschneite, in sich ruhende Bergkulisse: Zweifellos eines der bekanntesten und gesuchtesten Originalplakate, mit denen St. Moritz in der Zwischenkriegszeit für sich warb – und das, mit einem entsprechenden Text-Eindruck, über Jahre hinweg auch für die Internationalen Pferderennen auf dem gefrorenen St. Moritzersee warb (heute neudeutsch als White Turf bekannt).

Der ursprüngliche, bis und mit Anfang 1926 verwendete Entwurf stammt aus dem Jahr 1924; er wies eine etwas sperrige Schrift auf, während der Jockey links ein grünliches Trikot trug, jener rechts ein rötliches. Im Verlauf des Jahres 1926 überarbeitet Laubi das Motiv ein erstes Mal, wohl ohne dass neue Lithosteine angefertigt werden müssen: Die Schrift wirkt nun leichter und die Farbgebung insgesamt kräftiger, wobei die Pferde dunkler sind und der Jockey links rot resp. jener rechts grün gekleidet ist. Die hier angebotene Version ist wohl die erste dieser aufgefrischten Serie und die einzige, die für St. Moritz an sich warb.

Der Zürcher Hugo Laubi (1888 – 1959) setzte seine Ausbildung nach einer Lithographen- und Druckerlehre in – wie so viele Schweizer Künstlergenossen – München und Paris fort, unterbrochen von einem einige Monate dauernden Abstecher nach London, ehe er 1914 aus Paris zurückkehrte. 1918 bis 1920 hatte er die künstlerische Leitung bei der Druckerei der Gebrüder Fretz inne, ehe er ein knappes Jahr in Philadelphia sowie New York weilte. Nach seiner Rückkehr nach Zürich war er als freischaffender Graphiker und Illustrator tätig, der etliche Plakate für Ferienorte, Abstimmungskomitees, Sportveranstaltungen oder Konsumprodukte entwarf – und, ganz nebenbei, selber ein hervorragender Reiter war, der etliche Rennen gewonnen hat.

Aufgrund des Erfolgs dieses Pferdemotivs übertrug das Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 1928 in St. Moritz ihm dann auch den Entwurf des heute ähnlich begehrten Olympiaplakats.

Und noch ein Hinweis zum Blattmass (s. o.): Der unbedruckte Rand dieses Plakats wurde abgeschnitten, weshalb es nur 125×87,5 cm misst statt der üblichen 128×90,5 cm.