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Niesen-Bahn

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Urheber Armin Bieber
Druckjahr 1930
Blattgrösse (cm) 100×70
Drucktechnik Lithographie
Druckerei Kümmerly & Frey, Bern
Zustand A
Angebotspreis 3'700 CHF
Kategorien auf Geleisen | per Seilbahn, Bern(er Oberland), Schweiz

Kein Berg erinnert so sehr an eine Pyramide wie der 2362 Meter hohe Niesen an den Ufern des Thunersees – in welchem er sich bei ruhigem Wasser prächtig spiegelt, wie Armin Bieber es in seinem originalen Art-Déco-Plakat aus dem Jahr 1930 auch wiedergibt. Dass er die eine Flanke beschneidet: Ist es der Erzeugung von Spannung geschuldet? Weil die damals schon 1000-fach – etwa von Ferdinand Hodler oder Paul Klee – gemalte und dann auch photographierte Silhouette ihm zu abgedroschen war? Dass er den Berg in den feurigen Schein des Sonnenuntergangs taucht, erhöht das Drama noch (selbst wenn der Gipfel auf, eben, 2362 m ü. M. liegt, und nicht wie auf dem Plakat angegeben auf 2367 m).

Die bereits 1910 eröffnete Standseilbahn ist enorm steil (die, obwohl beworben, gar nicht sichtbar ist – die Form des Berges schlägt einfach jede Nahaufnahme): Auf einer Strecke von 3,5 Kilometern ab Mülenen (700 m ü. M.) überwinden die Waggons über 1640 Höhenmeter – was einer sagenhaften Steigung von knapp 70 Prozent entspricht. Dementsprechend dauert es auch eine halbe Stunde, ehe es sich ausgeruckelt hat. Die längste Treppe der Welt ist ebenfalls auf dem Niesen zu finden: 11’674 Stufen sind es.

Parallel zu seinem Architekturstudium besuchte Bieber (1892 – 1970) Kurse der Berner Kunstgewerbeschule und einer privaten Kunstschule, ehe er Studienreisen in Europa unternahm und – nach seiner Rückkehr aus dem Aktivdienst – 1917 ein Atelier eröffnete, in dem er etliche Auftragsarbeiten ausführte: Er entwarf Plakate und Plaketten, Glasscheiben und Kalender, Briefmarken und Urkunden, malte, war Karikaturist wie Aquarellist, zeichnete in Gerichtsverhandlungen und an Sportanlässen.