| Urheber | Fritz Hellinger |
| Druckjahr | 1946 |
| Blattgrösse (cm) | 102×64 |
| Drucktechnik | Lithographie |
| Druckerei | Wolfsbergdruck |
| Zustand | B+ |
| Angebotspreis | 2'300 CHF |
| Kategorien | Schweiz, Wintermotive |
Originales Tourismusplakat, entworfen 1946 von Fritz Hellinger unter Verwendung einer Aufnahme, die der Photograph Franz Keerl von Eisblumen an einer Fensterscheibe machte – und die dem Plakat eine geradezu mystische Aura verleihen (selbst wenn es dem Graphiker wohl bloss darum ging, die klirrende Kälte darzustellen). Dieser Eindruck wird – was zweifellos so beabsichtigt ist – noch verstärkt durch den infolge der untergehenden Sonne vom Hellen ins Dunkle changierenden Himmel über einem angesichts der grandiosen Winterlandschaft winzigen, staunenden Skifahrer-Paar.
Das eigentlich für die Schweizerische Zentrale für Verkehrsförderung entstandene Plakat lockte ab Ende 1946 zunächst im vom Weltkrieg versehrten, aber sich langsam erholenden Ausland Wintersportler ins Land. Es kam aber – wen wunderts – derart gut an, dass es dann in einer Text-Variante auch als offizielles Plakat der Olympischen Winterspiele 1948 in St. Moritz diente. Ein eigens für die Winterspiele entworfenes Plakat gab es, im Gegensatz zu 1928 (siehe auch unten) nicht – sicher auch aufgrund eines beschränkten Budgets und eines relativ engen Zeitplans: St. Moritz wurde erst im September 1946 als Austragungsort bestätigt.
Eine sehr naheliegende Wahl. Zum einen funktionierte die Infrastruktur in der vom Krieg verschonten Schweiz, zum anderen hatte St. Moritz nach der Durchführung der Winterspiele 1928 bereits etliche Erfahrungen gesammelt. Und die Neutralität spielte sicher auch eine Rolle, selbst wenn deutsche sowie japanische Athleten gar nicht und österreichische nur unter Auflagen zugelassen waren.
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