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Bata

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SOLD

Urheber Donald Brun
Druckjahr 1946
Blattgrösse (cm) 126×90.5
Drucktechnik Lithographie
Druckerei Frobenius
Zustand A
Angebotspreis 0 CHF
Kategorien Mode & Beauty, Tierisches

Das erste von Donald Brun für den tschechoslowakischen Schuhhersteller Bata entworfene Originalplakat und 1947 vom Departement des Innern aufgrund seines Witzes und Einfallsreichtums als eines der besten 24 Schweizer Plakate des Jahres ausgezeichnet: Die legendäre Heuschrecke – Leichtfüssigkeit suggerierend und vom Leinenschuh mit Gummisohle schwer beeindruckt.

Vorwiegend für Produkte werbend, griff der Basler Brun (1909 – 1999) immer wieder auf Tiere oder Figuren zurück, die eine Geschichte hinter dem profanen Ding erzählten, verführerisch und häufig gar geistreich – wobei Brun weder ein eigenes Programm verfolgte noch sich von den diversen mehr oder weniger edlen Ideen seiner Zeit vorschreiben liess (zunächst der magische Realismus, dann die konzeptuellen Zürcher und Basler Schulen), was wie umzusetzen war. Ausschlaggebend waren für ihn die Bedürfnisse seiner Kunden. Das hat ihn zu einem der ersten Hauptvertreter jener Graphiker gemacht, die sich als Dienstleister verstanden, nicht (mehr) als Künstler (gut, Otto Baumberger aus Zürich war eine Generation vor Brun auch schon so weit, wenn auch aus anderen Gründen – aber Baumberger war eben Baumberger, der nicht umsonst als Solitär gilt, seiner Zeit voraus und den Weg für andere ebnend).

Allerdings muss auch erwähnt sein, dass diese Haltung Bruns in Zeiten der Massenproduktion unabdingbar war, wenn das kommerzielle Plakat den Grossteil des Erwerbs sichern sollte. Berührungsängste mit der Konsumwerbung und eine eigene Handschrift konnte sich nur leisten, wer vornehmlich für kulturelle oder (halb)staatliche Auftraggeber tätig war.

Tomas Bata seinerseits ist quasi der Henry Ford der Schuhindustrie, dessen Aufstieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts dank der Herstellung von Leinenschuhen mit Gummisohle seinen Anfang nimmt. Als die Schweiz im Zuge der Weltwirtschaftskrise die Einfuhrzölle 1931 stark erhöht und Importe beschränkt, entschliesst er sich, im aargauischen Möhlin eine Fabrik zu bauen. Im Juli 1932, zwei Tage vor der Eröffnung, steigt er in sein Privatflugzeug, um die neue Produktionsstätte zu besuchen, und überredet seinen Piloten, trotz Nebel zu starten. Die Maschine kollidiert mit einem Fabrikschlot, beide Insassen sterben beim Absturz.

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