| Urheber | Walther Koch |
| Druckjahr | 1910 |
| Blattgrösse (cm) | 98.5×69.5 |
| Drucktechnik | Lithographie |
| Druckerei | Graph. Anstalt J. E. Wolfensberger |
| Zustand | B |
| Angebotspreis | 0 CHF |
| Kategorien | Graubünden, Schweiz, Wintermotive |
Walther Koch war der erste in der Schweiz tätige Ausländer, der hier mit seinen Plakaten bleibende Spuren hinterliess – und was für welche: Seine insbesondere für Davos entstandenen Plakate gehören nicht bloss zum besten, was ab 1906 in den hiesigen Strassen wie auch auf Ozeandampfern und in europäischen Verkehrsknotenpunkten hing. Es waren vor allem auch Entwürfe, die zu den allerersten modernen Schweizer Tourismus-Plakaten überhaupt gehörten – frei von Historismus, Folklore und dem Bestreben, möglichst viel Information auf einem Bogen unterzubringen. Stattdessen: grosszügige Abstraktion einer ohnehin schon gestrafften Motivkomposition, weite Farbflächen, klare Umrisse, kräftige Kontraste.
Dass dieses ab 1910 Davos als Winterkurort vermarktende Motiv dann auch noch solch eine kraftvolle Ruhe entwickelt, macht es zu einem herausragenden Werk des Schweizer Plakatschaffens – ähnlich wie Emil Cardinaux’ Zermatt-Plakat mit dem mauve-farbenen Himmel.
Koch (1875 – 1915), Sohn eines Malers, besuchte zunächst die Kunstgewerbeschule in Hamburg, ehe er ab 1893 drei Jahre an der Berliner Kunstakademie Bildhauerei studierte – und merkte, dass ihm die Gebrauchskunst doch näher lag. Aus gesundheitlichen Gründen kam er 1898 ein erstes Mal nach Davos, 1902 blieb er. Schon in Deutschland mit den Ansprüchen der jungen Generation vertraut geworden, das Leben und die Kunst zu vereinen (der Deutsche Werkbund wurde 1907 gegründet – der Schweizerische Werkbund 1913), gelang es ihm bald, vom Verkehrsverein Davos oder auch dem noch jungen Skiverband mit dem Entwurf von Plakaten betraut zu werden.
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