| Urheber | Hugo Laubi |
| Druckjahr | 1928 |
| Blattgrösse (cm) | 102.5×63.5 |
| Drucktechnik | Lithographie |
| Druckerei | Seitz & Co. |
| Zustand | A |
| Angebotspreis | 0 CHF |
| Kategorien | Graubünden, Schweiz, Sport, Wintermotive |
Die ersten Olympischen Winterspiele fanden 1928 in St. Moritz statt. Ja, doch, keine Frage.
Und warum heisst es dann auf dem von Hugo Laubi entworfenen Originalplakat “II. Olympische Winterspiele”? Weil das Internationale Olympische Komitee die 1924 in Chamonix stattfindende “Internationale Wintersportwoche” erst 1926 nachträglich zu den ersten olympischen Winterspielen machte.
Aber selbst wenn man solch eine Argumentation als Kleinkrämerei abtut, hat Laubis Plakat durchaus sporthistorische Bedeutung: Es ist das erste, das die olympischen Ringe verwendet. Laubi, ganz der Graphiker, erkannte die symbolische Kraft dieses 1913 entstandenen Logos, das für die (einst bloss fünf) Kontinente stand. Danach hat es über Dekaden hinweg kein Olympia-Plakat gewagt, diese Ringe nicht abzubilden.
Ebenfalls neue Wege beschritt Laubi hinsichtlich des Designs: Statt wie bisher Wettkämpfer resp. Sportarten ins Zentrum zu rücken, orientierte er sich – ganz im Sinne der Auftraggeber: der Schweizerischen Bundesbahnen – an Tourismusplakaten, um mit der Schweizer Fahne und dem stilisierten Piz Corvatsch für Land, Region und die majestätische Schönheit der Bergkulisse unter strahlend blauem Himmel zu werben: das natürliche Habitat für Winterspiele.
Da sich keine Ausschreibung eines eigentlichen Plakatwettbewerbs finden lässt, kam Hugo Laubi wohl dank eines direkten Auftrags durch den Publizitätsdienst der SBB zum Zug. Was insofern durchaus plausibel ist, als der ausserordentliche Erfolg seines über Jahre hinweg verwendeten, vor Dynamik sprühenden Plakats für die Internationalen Pferderennen auf dem gefrorenen See von St. Moritz (siehe unten) ihn für den Job geradezu prädestiniert hat – ein heute ähnlich rares wie gesuchtes Plakat wie jenes für die Olympischen Winterspiele.
reserviert bis und mit 21. Februar
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