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Sammlung für Militäraviatik

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Urheber Eduard Renggli
Druckjahr 1913
Blattgrösse (cm) 119×108
Drucktechnik Lithographie
Druckerei Graph. Anstalt Huber, Anacker & Cie.
Zustand B
Angebotspreis 3'700 CHF
Kategorien Abstimmungen & Kampagnen, Swissair & Aviatik

Spätestens nach der Beschaffung eines ersten Flugzeugs im Juli 1909 durch das französische Kriegsministerium und Louis Blériots Überquerung des Ärmelkanals nur zwei Wochen später steht die Schweizer Armee vor der Frage, wie sie mit dieser Entwicklung umzugehen hat. Sehr entscheidungsfreudig sind die Herren indes nicht, weshalb die Schweizerische Offiziersgesellschaft im Dezember 1912 beschliesst, Geld zu sammeln für den Aufbau einer nationalen Militäraviatik zu sammeln.

Um die Bevölkerung zu informieren und das Ganze angesichts der steigenden Spannungen zwischen den europäischen Grossmächten zu beschleunigen, beauftragt sie den Luzerner Glasmaler und Gebrauchsgraphiker Eduard Renggli, ein Plakat zu entwerfen – sicher auch unter dem Eindruck seines ein Jahr zuvor entstandenen, so ernsten wie kraftvollen Plakats anlässlich des Eidgenössischen Turnfests in Basel (siehe unten).

Renggli wählt dann einen ähnlichen, wiederum Ferdinand Hodlers Parallelismus aufgreifenden Ansatz: Synchron einen Hügel erklimmende Soldaten (eine hinunter marschierende Armee würd sich halt nicht so gut machen) blicken zur Zukunft auf – einem Flugzeug. Es kamen dann 1,7 Millionen Franken zusammen (das wären heute um die 240 Millionen – errechnet auf Basis des BIP-Index, da hier weniger die absolute Zahl interessiert, sondern der Anteil, den ein Betrag im Verhältnis zur Gesamtproduktion sowohl im Ausgangs- wie im Zieljahr ausmacht), und die Armee begann im Juli 1914, eine Fliegerabteilung aufzubauen.

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Eidgenössisches Turnfest Basel